Wirkungsweise des aquamotec- Systems



Anfahrbetrieb:

Beim Anfahren wird fortwährend kaltes Tiefenwasser an die Wasseroberfläche gefördert, so dass das dort befindliche warme Oberflächenwasser zunehmend verdrängt wird. Im Seewasser bildet sich zwischen der nahe am Seegrund liegenden Ansaugstelle und der an der Wasseroberfläche befindlichen Austritt­stelle ein ständig wachsender Rotationskörper aus kaltem Tiefenwasser. Sobald die gesamte Anlage vom kalten Tiefenwasser umgeben ist und somit die Temperaturen im Zirkulations­system ausgeglichen sind, erreicht das System seine maximale Zirkulationsmenge (35 l/s), dann muss der Antriebsmotor nur noch die entstehenden Reibungsverluste kompensieren.
Im See hat sich eine räumlich begrenzte Vollzirkulation aufgebaut. Die Zirkulationsanlage geht in den statischen Dauerbetrieb über.

Statischer Dauerbetrieb:

Die Größe des bei der erzwungenen Vollzirkulation entstehenden Rotationskörpers ist abhängig von der eingebrachten Zirkulationsleistung sowie von der im Oberflächenwasser gespeicherten Wärmemenge. Aufgrund der höheren spezifischen Dichte liegt die Oberfläche des kalten Rotationskörpers um einige Zentimeter tiefer als die der umgebenden wärmeren Wasserschichten. Der Höhenunterschied bewirkt ein Aufschwimmen des warmen, sauerstoffgesättigten Oberflächenwassers auf den Rotationskörper. Dabei findet im Kontaktbereich eine intensive Verwirbelung statt, die durch den Wind noch verstärkt wird. Beim Abgleiten der Zirkulationsströmung in den Tiefenbereich wird den oberen Wasserschichten durch Verwirbelung ständig Wärmeenergie und Sauerstoff entzogen und im Tiefenwasser angereichert. Die bei der Sommerstagnation übliche Temperaturschichtung wird je nach Intensität teilweise oder komplett aufgehoben. Da sich beim statischen Dauerbetrieb einige physikalische und biologische Betriebszustände erst nach Stunden oder Tagen stabilisieren, ist es wichtig, dass die Anlage kontinuierlich (auch während der Nacht) durchläuft, damit die Zirkulationsströmung ständig vorhanden ist.